Initiativkreis Suedafrika (ISA)

St. Luigi Scrosoppi Centrum

Grundstück für das Hilfszentrum

St. Luigi Scrosoppi Centrum

Nachdem die St. Blaize-Schule in Mossel Bay mit kräftiger finanzieller Unterstützung aus Neuenkirchen fertiggestellt ist, wollen die Neuenkirchener Partner der Diözese Oudthoorn ein weiteres Projekt fördern, dass die Menschen in Südafrika im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt.

Der Orden der "Oratorianer des heiligen Philipp Neri" plant in Oudtshoorn-Bridgeton ein Großprojekt: Im St. Luigi Scrosoppi Centrum soll unter einem Dach ein Heim für Straßenkinder und AIDS-Infizierte sowie eine Bildungseinrichtung entstehen. Hier wollen die Oratorianer Berufseingliederungskurse für allein erziehende Mütter anbieten. In der integrierten Pflegeschule sollen Pflegekurse für Angehörige von AIDS-Kranken stattfinden.

 

Das Hilfszentrum entsteht auf einer zwei Hektar großen Fläche in Bridgeton, einem Vorort von Oudtshoorn der wegen des großen Anteils an armen Einwohnern als sozialer Brennpunkt gilt. Im Einzugsbereich leben etwa 50.000 Einwohner.

Derzeit arbeiten bereits drei junge Patres und zwei Brüder im mittleren Alter am Aufbau des Hilfszentrums. Unterstützt werden die Oratorianer dabei von vier jungen Schwestern der "Göttlichen Vorsehung", deren Aufgabe vor allem die Familienbetreuung ist. Der Orden der "Göttlichen Vorsehung" ist den Neuenkirchenern übrigens bestens von den Schwestern im Antonius-Stift bekannt.

 

Bischof Adams ist froh, dass es gelungen ist, dieses 4,8 Millionen Euro teure Großprojekt nach Oudtshoorn zu holen, um hier den Bedürftigsten zu helfen. Denn das Bistum selbst muss lediglich eine Anstoßfinanzierung in Höhe von rund 360.000 Euro beisteuern. Das restliche Kapital soll in Südafrika sowie bei weiteren Partnern in Italien und den Niederlanden beschafft werden. Auch die Oratianer und die Schwestern der Göttlichen Vorsehung werden Kapital beisteuern. In der Mitgliederversammlung vom 11. Februar 2005 stimmten die ISA-Mitglieder einstimmig dafür, das Bistum dabei zu unterstützen, seinen Anteil aufzubringen.

Das Grundstück für das Hilfszentrum ist bereits vorhanden, der Baubeginn ist für Anfang 2005 geplant. Das Zentrum wird in Abschnitten gebaut, in etwa fünf Jahren soll es fertig sein.

 

ISA-Hilfsprojekt setzt auf die Jugend

Das neue Hilfsprojekt, das ISA in Oudtshoorn unterstützt, hat eine neue Ausrichtung bekommen: Die Pläne für das ursprünglich geplante millionenschwere überregionale Hilfszentrum, das die Oratorianer hier aufbauen wollten, sind deutlich abgespeckt. In mehreren kleinen Schritten soll auf dem sieben Hektar großen Gelände jetzt ein Jugendhilfezentrum entstehen. „Die Jugend ist unsere Zukunft“, begründet Bischof Adams die neue Ausrichtung.

Ziel ist es, die Jugendlichen zu motivieren, ihr Straßenmileu, das oft von Gewalt geprägt ist, zu verlassen. Um das zu erreichen, soll in einer ehemaligen Werkstatthalle zunächst ein Computerraum eingerichtet werden. Außerdem haben die Oratorianer hier einen Raum geschaffen, in dem sie Jugendliche unterrichten, um die fehlende Schulbildung ein wenig aufzufangen. Die Jugendlichen sollen wenigstens Bewerbungen schreiben können.
Eine attraktive Alternative zum Bandenkrieg auf der Straße ist für südafrikanische Jugendliche der Sport. Deshalb stehen zwei Sportplätze für Fußball und Kricket auch ganz oben auf der Prioritätenliste. Dazu kommt noch eine so genannte „Open-Air-Arena“ für verschiedene Aufführungen. Ein wichtiges Prinzip der Jugendhilfezentrum ist es, dass die Jugendlichen gemeinsam ihr Zentrum aufbauen, um Vorurteile abzubauen.
Gemeinsam haben die Jugendlichen schon einiges geschafft: Sie haben das verwahrloste Gelände entrümpelt, einen Bach renaturiert und einen Entenstall gebaut. Außerdem haben sie sich unter dem Namen „Koffie & Klets“ (Kaffee und Klönen) einen Treffpunkt eingerichtet.

Pflegeheim Haus Nazareth

Obwohl die Oratorianer ihr Vorhaben deutlich abgespeckt haben, verfolgen sie weiterhin ehrgeizige Pläne, wie sie Kindern und Jugendlichen eine Perspektive geben wollen. Nachdem der erste Bauabschnitt bereits fertig gestellt ist, wollen sie das Zentrum so erweitern, dass sie 800 Kinder und Jugendliche aufnehmen können.
Als nächstes soll ein Pflegeheim entstehen, das AIDS-Waisen und erkrankte Kinder aufnimmt. Die Oratorianer wollen aber kein Waisenhaus betreiben. AIDS-Kranke und Waisen sollen hier nur solange bleiben, bis eine Pflegefamilie für sie gefunden ist. Die Schwestern des Zentrums sollen die Pflegefamilien unterstützen und ihnen die Krankenpflege beibringen. Bereits im Juni soll das Pflegeheim die ersten Kinder aufnehmen.
Als nächstes soll ein größeres Haus gebaut werden, in dem eine Küche, ein Speisesaal, Aufenthaltsräume und ein Unterrichtsraum für weitere Kinder entstehen sollen. Außerdem ist ein Anbau am Haupthaus geplant, um die nötigen Mitarbeiter und die vielen freiwilligen Helfer unterbringen zu können.

Das Scrosoppi-Hilfszentrum

Beim aktuellen Hilfsprojekt, das ISA in Oudtshoorn unterstützt, soll in mehreren kleinen Schritten auf einem sieben Hektar großen Gelände ein Jugendhilfezentrum entstehen. Denn: „Die Jugend ist unsere Zukunft“, sagt Bischof Adams.
Ziel ist es, die Jugendlichen zu motivieren, ihr Straßenmileu, das oft von Gewalt geprägt ist, zu verlassen. Die Oratorianer haben einen Computerraum eingerichtet. Außerdem haben sie einen Raum geschaffen, in dem sie Jugendliche unterrichten, um die fehlende Schulbildung ein wenig aufzufangen. Die Jugendlichen sollen wenigstens Bewerbungen schreiben können.Eine Alternative zum Bandenkrieg auf der Straße ist für südafrikanische Jugendliche der Sport. Deshalb stehen zwei Sportplätze für Fußball und Kricket ganz oben auf der Prioritätenliste. Dazu kommt noch eine so genannte „Open-Air-Arena“ für verschiedene Aufführungen. Ein wichtiges Prinzip des Jugendhilfezentrums ist es, dass die Jugendlichen gemeinsam ihr Zentrum aufbauen, um Vorurteile abzubauen. Auf dem Gelände des Hilfszentrum sind schon weitere Häuser entstanden, die wir hier vorstellen:

Haus Filipi
Ein Jugendarbeiter unterstützt hier Jugendliche auf ihrem Weg „überlebensfähig“zu werden. Dazu vermittelt er grundlegende Fähigkeiten, die für die Jugendlichen eine gute Basis auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Da ein gesunder Geist auch einen gesunden Körper braucht, treiben die Jugendlichen viel Sport im fairem Miteinander – das ist im sozialen Brennpunkt von Oudtshoorn, der von Bandenkriegen geprägt ist, keine Selbstverständlichkeit.

Haus Betanien

Hier werden unterernährte Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit der örtlichen Klinik ernährt einschließlich Gewichts- und Gesundheitskontrolle. Erst wenn sie ihr Normalgewicht erreicht haben, können sie in ihre Familien zurückkehren.

Haus Luigi
Hier treffen sich zur Zeit täglich etwa 250 Kinder des gesamten Umfelds, um nachmittags nach dem Schulunterricht gemeinsam zu spielen, zu singen, Theater zu spielen, Hausaufgaben zu machen und natürlich, um eine warme Mahlzeit zu bekommen.

Haus Nazareth
Dieses Haus ist ein Pflegeheim für misshandelte Babys und Kinder. Einige von ihnen sind zudem HIV-positiv. Die Kinder erhalten hier vorübergehend ein neues Zuhause. Nach einiger Zeit kehren sie in ihre ursprünglichen Familien zurück oder werden an Pflegeeltern vermittelt. Die Ordensschwestern bieten den betroffenen Familien ihre Hilfe an.