Initiativkreis Suedafrika (ISA)

MZ 2011 08 08

Bischof spürt innige Partnerschaft

„Zusammen können wir Wundervolles erreichen!“
Die Worte von Bischof Francisco Fortunato de Gouveia aus
Südafrika klangen vielen Besuchern noch im Ohr,
als sie nach der feierlichen Messe in St. Anna bei einem
Grillfest am Karl-Leisner-Haus zusammen saßen.
Von Nithupa Kumaranantham und Gerald Meier-Tasche

Bischof Francisco Fortunato de Gouveia aus Südafrika (Mitte) kam zum
Jubiläum des Initiativkreises Südafrika (ISA).
Pastor Dr. Michael Langenfeld (rechts) und Bürgermeister Franz Möllering
hießen ihn herzlich willkommen.
(Foto: Kumaranantham)


Zehn Jahre Initiativkreis Südafrika (ISA), zehn Jahre Partnerschaft
zwischen St. Anna und der Diözese Oudtshoorn –
es gab etwas zu feiern, es gab etwas zu erzählen.

Eindrucksvoll hatte der Bischof in der Messe die Situation in
Südafrika dargestellt. Vieles habe sich in den letzten Jahren schon
gebessert, doch gebe es weiterhin riesige Unterschiede zwischen
Arm und Reich, und noch immer seien besonders junge Menschen
in seiner Diözese in Oudtshoorn von bitterer Armut betroffen.
Und das oft in einer verzweifelten Situation als Waisen,
denn nur noch ein Drittel der Jugendlichen habe beide Elternteile
– eine Folge der verheerend wütenden Krankheit Aids.

Die Hilfe aus Neuenkirchen, so versicherte der Gast aus Südafrika
immer wieder, könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Er berichtete auch in den persönlichen Gesprächen nach der Messe
von den Projekten in der St.Blaise-School sowie von dem
St. Luigi-Scrosoppi-Centrum in Bridgeton.
Für dieses Projekt hatte der Bischof am Sonntag noch einmal eine
Spende erhalten, 6000 Euro wurden ihm ausgehändigt.

Persönliche Kontakte

Geld ist wichtig – aber sehr wichtig ist auch der persönliche Kontakt.
Auch das wurde in den Gesprächen, die der Bischof ganz locker
mit dem Steakbrötchen in der Hand führte, deutlich.
„Von Mensch zu Mensch lässt sich viel bewirken.“

Er lobte Jugendliche, die zum Beispiel während eines Freiwilligen
Sozialen Jahres (FJS) in die Dritte Welt gingen, um armen Menschen
zu helfen.
Für die Neuenkirchener war der Besuch des Bischofs ein
eindrucksvolles Zeichen, dass der Initiativkreis mit seinen
Aktionen der vergangenen Jahre richtig liegt.
Sie bereiteten dem Bischof nicht nur in St. Anna, wo das
Vokalensemble Snedwinkela auch die südafrikanische Nationalhymne
anstimmte, einen schönen Empfang.

Gute Gastgeber

Auch im Garten des Karl-Leisner-Hauses erwiesen sie sich
als gute Gastgeber. Die Landjugend sorgte mit Würstchen
und Steaks vom Grill für die Verpflegung,
die Feuerwehrblaskapelle unterhielt mit Musik.
„Ich bin sehr glücklich, dass ich heute hier bei Euch sein kann.
Denn ich spüre deutlich, wie innig unsere Partnerschaft ist.
Ich kann nicht oft genug Danke sagen“, sagte ein gerührter Bischof,
der seinerseits mit diesen Worten für Rührung unter den
Neuenkirchener sorgte – und ganz sicher sein kann,
dass der Initiativkreis Südafrika sich weiterhin für seine
Diözese in Oudtshoorn engagieren wird.