Initiativkreis Suedafrika (ISA)

MZ 2011 08 02

MZ 2011 08 02 " Fürchterlich nette Leute"

„Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe in Südafrika mit dem
Schwerpunkt Bildung“. So lässt sich die Arbeit von Ludger Hubert
und dem „Initiativkreis Südafrika“(ISA) in einem Satz erklären.
Von Claudia Feld

Seit zehn Jahren unterstützt der Initiativkreis die Diözese Oudtshoorn
knapp 400 Kilometer östlich der Hauptstadt Kapstadt.
„Die politische und die kirchliche Gemeinde haben damals ein Projekt
in der Dritten Welt im Rahmen der lokalen Agenda 21 gesucht“,
erklärt Ludger Hubert, 1. Vorsitzender von ISA.

Schwere Auswahl
„Es standen drei Projekte in Südafrika zur Auswahl. Oudtshoorn hat uns
am besten gefallen, nicht zuletzt wegen des damaligen Bischofs Adams“,
so Hubert weiter.Der Bischof sei sehr engagiert gewesen und habe
die Neuenkirchener überzeugt, dass eine gemeinsame Arbeit Früchte
tragen könne.
Der Initiativkreis bemüht sich seither, regelmäßig nach Südafrika zu
fahren und die Fortschritte der von Neuenkirchen aus geleisteten Hilfe
zu begutachten. „Die Spender wollen ja auch wissen, was mit ihrem
Geld passiert“, sagt Hubert.

In zehn Jahren 340.000 Euro
Insgesamt spendeten die Neuenkirchener in den zehn Jahren
340.000 Euro für den Initiativkreis Südafrika.
Auch er fährt regelmäßig nach Südafrika – natürlich auf eigene Kosten.
„Mich beeindruckt jedes Mal wieder, wie fürchterlich nett und froh die
Leute sind, obwohl sie gar nichts haben. Wir können uns das nicht
einmal vorstellen“, berichtet Hubert.
Am traurigsten machen ihn die Slums, die es nach wie vor an den
Stadträndern gibt: „Das ist nicht ungefährlich und die südafrikanische
Regierung macht diese Viertel meist ohne Rücksicht auf Verluste platt.
Dann müssen die Menschen wieder ganz von vorne anfangen und
bauen aus den Resten der Viertel alles wieder neu auf.“